
| ARIZ |
ARIZ - Algorithmus der Lösung von erfinderischen Aufgaben - ist eine Methodik, die praktische Instruktionen für den Übergang vom Zustand "IST" zum Zustand "SOLL SEIN" beinhaltet und in einem Schema dargestellt wird, dass eine algorithmische Form und Charakter besitzt.
Der erste ARIZ erschien 1956.
Damals veröffentlichten Genrich Altschuller und Rafail Shapiro ein 3-Phasen-Schema, das zum ersten "Algorithmus des Erfindens" wurde – oder den ARIZ-1956 – auf der Grundlage von Modellen von Widersprüchen und Transformationen, der zum Kern, zum Zentrum des Wachsens der künftigen TRIZ wurde.
Die bedeutendsten Unterschiede dieses Meta-Navigators des Denkens zu anderen ähnlichen Schemata und Theorien bestanden in seiner Instrumentalität und Konstruktivität.
Instrumentalität bedeutet, dass die drei Hauptphasen des ARIZ-1956 – analytische, operative und synthetische – bereits damals mit ersten Modellen und Empfehlungen für die praktische Veränderung (Transformation) beliebiger Objekte ausgestattet waren, was auch die Konstruktivität (Ziel gerichtet und resultativ) für den ARIZ-1956 gewährleistete.

Bis zum Jahre 1961 untersuchte G. Altschuller bereits ca. 1000 Erfindungen aus 43 Patentklassen!
Die Idee von der Möglichkeit des Herausstellens erfinderischer Verfahren bestätigte sich vollständig in Form folgender Entdeckungen:
Der Autor der künftigen TRIZ schrieb *:
Die TRIZ entwickelte sich aus dem ARIZ-1956 in Richtung einer starken Schlüsselidee – für die Aufstellung und Gegenüberstellung von bestimmten Typen von Widersprüchen (und weiter gefasst von bestimmten Typen von Konflikten), die bestimmten Gruppen von adäquaten und effektiven Modellen von Transformationen entsprechen. Diese Idee wurde noch nicht in dem ARIZ-1956 formuliert, sie wurde jedoch bald zu einer natürlichen logischen Entdeckung, die den Modellen der TRIZ eine gesetzmäßige Ähnlichkeit zu Modellen aus der Physik, Mathematik und allgemein allen Wissenschaften verleiht.
Für eine massenhafte Anwendung bedarf es auch einfacherer Versionen des ARIZ – spezialisiert zum Beispiel entsprechend dem Ausbildungsniveau von Studierenden und Anwendern oder sogar nach Sprache des Anwendungsbereichs.
Außerdem ist das Studium des ARIZ zum Beispiel in der Version ARIZ-1985 für Anfänger praktisch unmöglich, da es notwendig ist, zunächst die instrumentellen (fundamentalen) Modelle der TRIZ zu beherrschen. Genrich Altschuller bemerkte außerdem, dass der ARIZ für das Meisterschaftsniveau ausgelegt ist.
Aus diesem Grund zeigten die bisherigen Erfahrungen der TRIZ-Ausbildung die Notwendigkeit des Erlernens der fundamentalen Modelle der TRIZ auf der Grundlage einfacherer Schemata, solcher wie der Meta-Algorithmus des Erfindens und anderer, die nun auch in der Modern TRIZ ausgearbeitet wurden.
Wenn man eine massenhafte Anwendung und Verbreitung der TRIZ vorhersagt, und sich ihr nähert, so kann man prognostizieren, dass die TRIZ nicht nur in der Technik, sondern in praktisch allen anderen Bereichen Anwendung finden wird – Einschränkungen sind heute nicht zu erkennen.
Und dennoch ungeachtet einer ganzen Serie von Varianten des ARIZ und von Meta-Algorithmen bleibt jeder auf noch so vollkommene ARIZ immer ein unerreichbares Ideal, an dass man sich wahrscheinlich immer nur unendlich nähern kann, in dem jedoch immer ein prinzipiell nicht in Algorithmen fassbarer Teil bleibt, eine prinzipiell nicht zu beseitigende Komponente, die nicht weniger wichtig ist, als alle anderen Komponenten, die sich in etwa nur mit Begriffen wie Schönheit und Harmonie, Intuition und ... Glücksfall ausdrücken und erreichen lässt.
